14.10.2013

Jedes Jahr wieder wichtig: Richtiges Lüften und Heizen

Grundsätzlich und zu jeder Jahreszeit ist die Thematik "Richtig heizen und lüften" sehr aktuell, aber im Winter ganz besonders. Bei sparsamen Heizen und dichten Fenstern steigt die Raumluftfeuchte. Jetzt muss die trockene Außenluft rein, innen aufgewärmt werden, damit kann Sie die Feuchtigkeit in der Raumluft aufnehemen und als warme feuchte Luft muss sie dann wieder raus. Nachstehend nun ein paar Tipps für richtiges Lüften, um so für frische Luft zu sorgen und Schimmelbildung und sonstiges Ungemach zu vermeiden.

Richtige Temperaturen:

  • Wohnbereich/ Küche 20/21°C, Bad 21/22°C, Schlafzimmer tags 18°C, nachts 15-16°C
  • Wandoberflächentemperaturen nicht unter 15°C (Außenwände) bei Altbauten können die Werte auch etwas darunter liegen, jedoch sollten sie auch hier immer über 13°C liegen.
  • Bei Abwesenheit Heizung nie ganz abstellen.

Richtig querlüften:

  • Von drinnen nach draußen lüften (wärmere/ feuchtere Luft raus, kältere/ trockenere Luft rein). Dies funktioniert nur, wenn die Heizkörper eingeschaltet sind.
  • Quer durch die Wohnung lüften
  • Die Fenster kurzzeitig (wenige Minuten sind ausreichend) ganz öffnen (Stoßlüften). Heizkörper nicht ausschalten!
  • Kippstellung ist wirkungslos und kühlt nur, verschwendet somit Heizenergie und kann u. U. Schimmelbildung fördern.
  • Bei dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften.

Richtiger Lüftungszeitpunkt:

  • Morgens, vormittags, mittags, nachmittags und abends einmal kompletten Luftwechsel durchführen, Durchzug machen, in jedem Zimmer das Fenster weit öffnen. (Bei eingeschalteter Heizung und warmen Heizkörpern)
  • Bei Abwesenheit (Berufstätigkeit) am Tage reicht es morgens, abends und vor dem zu Bett gehen komplett zu lüften.

Lüftungsdauer:

  • Idealerweise je Lüftungsdurchgang 3-max. 5 Minuten. Das ist das sogenannte Stoßlüften. (kurz aber wenn möglich alle Fenster in der Wohnung offen).
  • Je stärker der Windzug ist wenn quergelüftet wird desto früher kann man die Fenster wieder schließen.
  • Länger als 5 Minuten kann die Wände um die geöffneten Fenster zu stark auskühlen, Lieber eine Stunde später nochmals 3-5 Minuten investieren.
  • Nicht vergessen Heizkörper müssen warm sein

Kalte Außenwände:

  • Möbel (Schrankwand etc.) mit einigen Zentimetern Abstand zu Boden und Wand aufstellen (Umlüftung). An problematischen Außenwänden sollte im Winter die Oberflächentemperatur gemessen werden. Sie sollte nicht unter 15°C fallen. Bei Altbauten können die Werte auch etwa darunter liegen, jedoch sollten sie auch hier immer über 13°C liegen.

Kellerräume:

  • Lüften des Kellers: Kellerwände sind wegen fehlender Dämmung des Mauerwerks meist kalt. Deshalb entsteht in den Sommermonaten dort Kondenswasser, was zwangsläufig zu Schimmelbefall führt.
  • Abhilfemaßnahmen: Die Kellerwände nicht zustellen und nur mit Kalkfarbe streichen. Nur kurzzeitig Kartons, Kleider, Ledermaterial, Matratzen o.ä. lagern. Ein Ausbau des Kellers mit Innenisolierung (z. B. mit Holz und Gipskarton), die Verlegung von dampfdichten Belägen oder mit Teppichen ist aus gesundheitlicher Sicht fahrlässig. Sie können es drehen, wie Sie wollen: Ein Keller bleibt ein Keller.